Drei Instanzen nehmen Arbeit der Kinder- und Jugendhilfe unter die Lupe

Schwere Vorwürfe erheben Eltern gegen die Kinder- und Jugendhilfe im Bezirk Vöcklabruck. Sie sprechen von Willkür und Schikane, nachdem einigen von ihnen die Kinder von der Behörde abgenommen worden sind. Bezirkshauptmann Martin Gschwandtner weist die Vorwürfe zurück: Die meisten Fälle seien durch drei Instanzen geprüft und dabei sei ein korrektes Verhalten attestiert worden.
Den OÖNachrichten sind vier Fälle bekannt, in denen Erziehungsberechtigte ihre Probleme mit der Kinder- und Jugendhilfe schildern. Sie stoßen sich an der Arbeitsweise der Sozialarbeiter und wittern Verletzungen von Kindes- und Menschenrechten. „Die Willkür gehört gestoppt“, fordert etwa eine Mutter.
„Für uns ist nicht die Befindlichkeit der Eltern relevant, sondern das Wohl des Kindes“, betont der Bezirkshauptmann, mit dem jede Fremdunterbringung eines Kindes besprochen wird. „Wir machen das nicht per Gaudi.“ Schließlich seien damit auch Kosten verbunden, für die der Sozialhilfeverband des Bezirks aufkommen muss. Pro Unterbringung bei einer Familie macht das rund 30.000 Euro aus. „Ziel ist daher immer die Rückführung des Kindes in die Familie, wenn sich die familiäre Situation stabilisiert hat“, hebt Gschwandtner hervor.
Quelle: Nachrichten.at